Wir über Uns

Bürgerinitiative
Kein Krematorium in Talheim

- Wer sind wir?
Unsere Initiative ist eine Gruppe von Bürgern von Talheim, die sich kritisch mit dem geplanten und von der Gemeinde gewünschten Groß-Krematorium auseinandersetzt.

- Was wollen wir ?
Unser erstes und wichtigstes Anliegen ist es, Informationen zu sammeln und zu informieren. Die Einwohnerschaft hat ein Recht auf umfassende Information damit sie sich eine Meinung bilden kann.

- Warum wir das Internet nutzen:
Das Mitteilungsblatt der Gemeinde informiert nicht über alles, nicht objektiv und lässt keine andere Meinung als die des Bürgermeister verbreiten. Die Trossinger Zeitung ist die einzige verbliebene Zeitung in diesem Raum und wiederholt bisher nur die offizielle Rathausmeinung. Leserbriefe werden nicht oder sehr verzögert gedruckt. Die Pressevielfalt, die zur Meinungsvielfalt beitragen sollte, ist nicht gegeben.

- Was geschah bisher?
Es gab verschiedene Briefe von Herbert Fuss an Bürgermeister Hall und die Bitte, die aufgeworfenen Fragen und seine Antworten im Mitteilungsblatt abzudrucken. Er hat zwar darauf im Blättle am 15.12.11 ganzseitig informiert, dabei aber die zugrunde liegenden Fragen nicht abgedruckt und gänzlich verschwiegen, dass seine „Information“ auf Druck des Fragenkatalogs von Herbert Fuss erfolgt ist. Abgesehen davon sind die Bürgermeister-Informationen nicht vollständig und kommentierungsbedürftig. Bürgermeister Hall und auch die Gemeinderäte wollen offensichtlich etwaige Kritiken der Bürger nicht öffentlich diskutieren sondern bemühen sich mit einzelnen Briefen und Gesprächen die Sache nicht zu einer öffentlichen Diskussion kommen zu lassen.

- Warum sind wir gegen ein Krematorium?
Um was für eine Anlage handelt es sich? Das geplante Krematorium ist eine gewerbliche Leichenverbrennungsanlage mit einer Kapazität von jährlich bis zu 2 500 Leichenverbrennungen. Dies sind ziemlich genau die doppelte Einwohnerzahl unserer Gemeinde. Für die Gemeinde Talheim besteht keinerlei Bedarf und Veranlassung dies zu wollen. Allenfalls wäre es Aufgabe der größeren Städte, wie Villingen-Schwenningen, Tuttlingen, Konstanz und Singen. Deshalb darf ein Groß-Krematorium nicht unsere Aufgabe sein. Ferner hätten wir mit dieser Ansiedlung keine Vorteile: Keine Gewerbesteuer, lediglich 3 neue Arbeitsplätze, einen großen Imageschaden und das Risiko, dass sich keine weiteren Betriebe für einen Gewerbebauplatz im Ried interessieren.

- Ist die Talheimer Einwohnerschaft mit dem Krematorium einverstanden?
Bürgermeister Hall hat in einer Sitzung eingeräumt, dass es neben Zustimmung auch klare ablehnende Meinungen gibt. Daraus kann niemand ablesen ob es eine Mehrheit Für oder Gegen gibt. Unsere geführten Gespräche ergeben, dass es sehr viele Leute sind, die das geplante Krematorium in Talheim ablehnen oder sich wenigsten Sorgen machen. Sie erheben jedoch in der Öffentlichkeit nicht ihre Stimme, weder über die Zeitung noch in den Gemeinderatssitzungen. Diesen kritischen Meinungen muss aber eine Möglichkeit geschaffen werden, sich öffentlich zu äußern. Dies sehen wir als unsere Aufgabe an. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn diese gewerbliche Leichenverbrennungsanlage nach Talheim kommen sollte, obwohl es wahrscheinlich eine schweigende Mehrheit in der Talheimer Einwohnerschaft gibt, die gegen dieses Krematorium ist. Wenn Sie sich in den Nachbargemeinden umhören und fragen, ob man dort eine solches Groß-Krematorium haben wollte, hört man spontan: „Keinesfalls“ und kann auch noch Hohn und Spott ernten. Müssen wir Talheimer uns dem aussetzen? Nach dem jetzigen Stand halten wir es durchaus für sinnvoll, dieses Projekt zum Gegenstand einer Volksbefragung zu machen. Dies würde auch genau den Vorstellungen unserer neuen Landesregierung entsprechen, die möchte, dass das Volk, in unserem Falle, die Einwohner von Talheim, in solchen wichtigen und empfindlichen Entscheidungen mit einbezogen werden. Daher unser Aufruf an Bürgermeister und Gemeinderat: Machen Sie eine formelle Bürgerbefragung!

- Was sollte weiter geschehen?
Es sind noch viele Fragen nicht gestellt und nicht beantwortet. Daran sollten wir alle arbeiten. Und wir sollten mittels des Internets die Bürgerschaft informieren und auf dem Laufenden halten. Wer kann, sollte die Informationen über das Netz oder per Ausdruck an seine Umgebung weitergeben. Wer Fragen hat, wende sich an uns. Wer will und kann, sollte einen Leserbrief an die Zeitung schreiben. Im April dürfte wieder eine Bürgerversammlung stattfinden. Bis dahin muss die Einwohnerschaft alles wissen; wir wollen dazu beitragen.